Prof. Dr. Carsten Strohmann
Technische Universität Dortmund
Anorganische Chemie
Otto-Hahn-Str. 6
D-44227 Dortmund
Raum: C2-05-332
Tel.: +49 231 755 3807
Fax: +49 231 755 3797
E-Mail: carsten.strohmann@tu-dortmund.de
Sekretariat
E-Mail: office-strohmann.ccb@tu-dortmund.de

Social Media:
Neuigkeiten
Abschlüsse und Auszeichnungen im Rahmen der Absolventenfeier am 19. Tag der Chemie
Am 13.02.2026, dem diesjährigen Tag der Chemie, wurden die Absolventen aus der Fakultät für Chemie und chemische Biologie für ihre Leistungen geehrt. Unter anderem konnten Paul Erik Schneider und Jan Frederick Wappelhorst, aus dem eigenen Arbeitskreis, ihre Forschungen in Form eines Vortrages, beziehungsweise eines Posters, vorstellen.
Am Abend wurden in einer feierlichen Zeremonie die diesjährigen Bachelor-, Master- und Promotionsstudenten geehrt. In diesem Jahr konnten dabei Yurdagül Hergül, Seraphim Schleining, Raphael Wennehorst sowie Joe Fischer erfolgreich ihr Bachelorstudium abschließen.
Joe Fischer wurde dabei sogar für besonders herausragende Leistungen geehrt. Des Weiteren konnten im Jahr 2025 Thokozire Sweetland und Michael Nuss erfolgreich ihr Masterstudium und Jan-Lukas Kirchhoff erfolgreich seine Promotion abschließen.
Wir freuen uns Thokozire Sweetland als neue Promotionsstudentin im eigenen Arbeitskreis begrüßen zu dürfen und wünschen Michael Nuss eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere mit seiner Promotion in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Andreas Steffen. Dr. Jan-Lukas Kirchhoff wünschen wir einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.
Außerdem gratulieren wir allen weiteren Absolventen für ihre hervorragenden Leistungen und wünschen allen viel Erfolg für ihren weiteren Karriereweg.
Ligandenpolarisierung durch schwere Gruppe-14-Elemente: Neue Einblicke in Vinyl–Kupfer(I)-π-Koordination
In unserer aktuellen Publikation in Inorganic Chemistry berichten wir über die gezielte Ausbildung von Vinyl–Cu(I)-π-Komplexen mittels Vinyltris(thioether)-Liganden. Im Fokus steht dabei der Einfluss von Ligandenpolarisation auf die π-Koordination an Kupfer(I).
Anhand eines systematischen Vergleichs von C-, Si- und Ge-substituierten Liganden konnten wir zeigen, dass erst die Kombination aus Hauptgruppenelement-Polarisation und weicher Schwefeldonorumgebung die Ausbildung stabiler Cu(I)-π-Komplexe ermöglicht. Hochaufgelöste Einkristall-röntgenstrukturdaten liefern dabei erstmals einen direkten experimentellen Zugang zur Elektronendichte der Vinyl–Cu(I)-Wechselwirkung. Weitere Details finden sich auf der Folgeseite oder in der Publikation.
Wir danken dem Fonds der Chemischen Industrie sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes für die finanzielle Unterstützung.
Polarization Effects of the Heavier Group 14 Elements on Vinylic Carbon–Carbon Double Bonds: Enabling an Unusual π-Coordination of Copper(I) Iodide in Coordination Polymers
J. Wattenberg, T. Schrimpf, P. E. Schneider, P. E. Braun Streb, M. Knorr*, R. Wang, U. Englert* und C. Strohmann*
Inorg. Chem., accepted, 2026.
Verbindung von Theorie und Experiment für neue Einblicke in Halogenbrücken
Im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes konnten wir kürzlich in der Zeitschrift Chemistry – A European Journal über neue Einblicke in sogenannte „fluxionale“ Halogenbrücken berichten. Aufbauend auf Studien der bifurkierten Halogenbrücke zwischen 1,4-Diiodbenzol und 1,4-Dinitrobenzol konnten neue Einblicke in dieses Strukturmotiv durch temperaturabhängige Einkristallröntgenstrukturanalyse, experimentelle Elektronendichtestudien und ergänzende quantenchemische Rechnungen erlangt werden.
Wir danken dem Fonds der Chemischen Industrie und der Studienstiftung des deutschen Volkes für die finanzielle Unterstützung.
Weitere Informationen können der Folgeseite, bzw. der Originalpublikation entnommen werden:
Fluxional Halogen Bonds Versus Interlayer Stacking – Theory Meets Experiment
C. Y. Gao, A. Schmidt, R. Wang, C. Strohmann,* U. Englert,* S.-D. Li*
Chem. Eur. J. 2025, e02514.
Posterpreis für Sasha Conrad auf dem GDCh Science Forum Chemistry in Karlsruhe
Auf dem GDCh Science Forum Chemistry 2025 [ehemals GDCh-Wissenschaftsforum Chemie (WiFo)] wurde Sasha Conrad mit seinem Poster „Planar Chiral Ferrocene Ligands for Bridged Ansa(-Half) Sandwich Metallocenes with Stereogenic Metal“ der RÖMPP-Posterpreis (gesponsert von Thieme) verliehen. Aus über 100 Postern wurde das Poster von Sasha Conrad und Paul Erik Schneider auf der größten deutschen GDCh-Tagung mit dem einzigen dort verliehenen Posterpreis ausgezeichnet.
Science Forum Chemistry 2025 „Thinking across borders”
Dieses Jahr fand vom 29. September bis zum ersten 01. Oktober das erste Science Forum Chemistry der GDCh in Karlsruhe statt. Das Science Forum Chemistry stellt hierbei eine neue Auflage des ehemaligen Wissenschaftsforums dar und findet alle zwei Jahre in einem wechselnden deutschen Ort statt. Mit dem Motto „Thinking across borders“ haben renommierte Wissenschaftler aus der ganzen Welt die Möglichkeit im Rahmen dieses bedeutendsten deutschen Chemiekongresses ihre Forschung in Form von Vorträgen und Postern darzustellen.
In diesem Jahr hatten Beata Moritz, Joe Fischer, Kai Schäper, Raphael Wennehorst, Seraphim Schleining, Yurdagül Hergül, Sasha Conrad, Mara Schöler, Jan Frederick Wappelhorst und Tristan Mairath die Möglichkeit an dieser Tagung teilzunehmen und ihre Forschungen in Form von Posterbeiträgen zu präsentieren. Sasha Conrad gelang es dabei mit seinem Poster besonders hervorzustechen und gewann aus über 100 Postern den diesjährigen Posterpreis.
Ein besonderer Dank geht an die GDCh, nicht nur für die Organisation der Konferenz, sondern auch für die Bereitstellung mehrerer Reisestipendien für alle Teilnehmer aus unserem Arbeitskreis. Außerdem Danken wir den Sponsoren des Posterpreises RÖMPP und Thieme.
Untersuchungen zum Mechanismus der anionischen Polymerisation
In unserer Publikation in der Angewandten Chemie berichten wir über neue Einblicke in den Mechanismus der anionischen Polymerisation. Trotz langer Historie und vielfältigen Anwendungsfeldern, auch in der chemischen Industrie, konnte bisher das Intermediat dieser Polymerisation nicht isoliert werden.
Wir konnten nun durch gezielte Auswahl der Bedingungen das Kettenwachstum nach dem Initiationsschritt stoppen und das gebildete Intermediat nach Kristallisation isolieren. Dieses bildet nun das aktive Molekül für weitere Propagationsschritte und ist gleichzeitig das Modell der aktiven Kette. Mit Einkristallröntgenstrukturanalysen konnte die Struktur im Festkörper aufgeklärt werden und mittels ausgeweiteter NMR-Studien ebenso in Lösung bestätigt werden. Reaktivitätsstudien mittels in situ FT-IR Spektroskopie erlaubten Einblicke in die Bildung des Intermediats in verschiedenen Lösemitteln und Mechanismus-Hypothesen konnten basierend auf DFT-Berechnungen vorgeschlagen werden.
Wir danken dem Fonds der Chemischen Industrie und der Studienstiftung des deutschen Volkes für die finanzielle Unterstützung.
Weitere Informationen können der Folgeseite oder der Originalpublikation entnommen werden:
Stopping the Chain: Isolated Molecular Intermediates of Anionic Styrene Polymerization
A. Schmidt, C. Strohmann*,
Angew. Chem. Int. Ed. 2025, e202510397.
„Stopping the Chain“: Isolierte molekulare Zwischenstufen der anionischen Styrolpolymerisation
A. Schmidt, C. Strohmann*,
Angew. Chem. 2025, e202510397.
OMCOS XXII 2025 in Kyoto
An dem diesjährigen 22nd International Symposium on Organometallic Chemistry (OMCOS) konnten Beata Moritz, Paul Erik Schneider und Annika Schmidt aus unserem Arbeitskreis teilnehmen. Die in Kyoto, Japan stattfindende Tagung stand unter dem Motto „Organometallic Chemistry Directed Towards Organic Synthesis“ und beschäftigte sich mit den aktuellen Forschungsergebnissen in den Bereichen (enantioselektive) Katalyse, Mechanismus-Untersuchungen und Anwendungen in der Pharmazeutika-Synthese von Organometall-Verbindungen.
Zu dem internationalen Programm konnten die Mitglieder unseres Arbeitskreises jeweils mit einer Posterpräsentation beitragen. Beata zeigte dabei die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit auf dem Poster „Planar Chiral Ferrocenes as Key Compounds for Asymmetric Catalysis“. Paul konnte seinen Zugang zu chiralen Ferrocenen für asymmetrisch-kontrollierte Prozesse vorstellen und Annika präsentierte ihre Ergebnisse zur Untersuchung des Mechanismus der anionischen Polymerisation.
Während der Zeit in Kyoto konnten Beata, Paul und Annika außerdem das Labor eines Kollegen an der Universität in Kyoto besuchen und sich über ihre aktuellen Forschungsergebnisse austauschen.
Wir danken der Gesellschaft deutscher Chemiker für die finanzielle Unterstützung in Form eines Reisestipendiums, dem Fonds der Chemischen Industrie, sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes für die finanzielle Unterstützung in Form von Promotionsstipendien und den Organisatoren der Tagung für die gelungene Konferenz.
In unserer Publikation in Chemistry – A European Journal stellen wir die Anwendung von Mikrowellentechnologie für Deprotonierungen mit Lithiumalkylen vor. In Abwesenheit von polaren Additiven konnte mit dem gezielten Energieeintrag der Mikrowelle die Deprotonierung eines tertiären Amins erfolgreich durchgeführt werden.
Das Amin selbst führt dabei zur Deaggregation des Lithiumalkyls, wie eine erhaltene Festkörperstruktur zeigte. Mit unserer Methode wurde ein neuer Zugang zur Deprotonierung von kinetisch gehinderten Substraten eröffnet, die auf toxische Zwischenprodukte verzichtet und eine vielseitige synthetische Weiterverwendung der lithiierten Spezies zulässt.
Wir danken der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Fonds der Chemischen Industrie, und der Studienstiftung des deutschen Volkes für die finanzielle Unterstützung.
Weitere Informationen können der Folgeseite oder der Originalpublikation entnommen werden:
Microwave Radiation for Organolithium Chemistry: Mechanistic Studies on the Direct α-Metalation of a Tertiary Amine
A. Schmidt§, R. Scheel§, A. Ost, L. Brieger, C. Strohmann* Chem. Eur. J. 2025, e02149.
74th Lindau Nobel Laureate Meeting für Chemie
Beim 74. Lindauer Nobelpreisträgertreffen (29. Juni – 4. Juli 2025) kamen 33 Nobelpreisträger mit über 600 ausgewählten Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Chemie und angrenzenden Wissenschaften auszutauschen. Annika Schmidt wurde aus den Vorgeschlagenen der Fakultät CCB der TU Dortmund im streng selektiven Auswahlverfahren des Komitees des Lindauer Nobelpreisträgertreffen ausgewählt.
Die erfolgreiche Auswahl von Paul Erik Schneider im gleichen Auswahlverfahren erfolgte basierend auf dem Vorschlag durch die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie. Die Teilnahmekosten beider Teilnehmer aus unserer Arbeitsgruppe in Höhe von jeweils 5000 Euro wurden vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) als Sponsor übernommen.
Im direkten Austausch mit Nobelpreisträgern wie David MacMillan (siehe Bild), John Jumper, Martin Chalfie, Richard Schrock, Ben Feringa und Dan Shechtman erhielten beide Doktoranden wertvolle Einblicke in unterschiedliche Forschungsansätze und akademische Werdegänge. Das eng getaktete wissenschaftliche Programm bot dafür Möglichkeiten zum wissenschaftlichen als auch persönlichen Austausch. Ob beim gemeinsamen Picknick, Abendessen oder in offenen Gesprächsrunden – die persönlichen Begegnungen mit den Nobelpreisträgern und den jungen internationalen Nachwuchswissenschaftlern boten wichtige Impulse für die eigene wissenschaftliche Laufbahn und die Möglichkeit, ein internationales Netzwerk exzellenter Nachwuchsforschender aufzubauen.
Wir bedanken uns herzlich beim Verband der Chemischen Industrie (VCI), dem Komitee des Lindauer Nobelpreisträgertreffen und der Fakultät CCB der TU Dortmund für diese außergewöhnliche Möglichkeit für Frau Schmidt und Herrn Schneider aus unserer Arbeitsgruppe.
Turbo-Grignard: Top 10% der meistgelesenen Veröffentlichungen im Journal Angewandte Chemie
Resultierend aus der Kooperation zwischen den Mitgliedern des Arbeitskreises von Prof. Dr. Carsten Strohmann und des NMR-Teams von Prof. Dr. Wolf Hiller konnte im Jahr 2023 eine Publikation über das Turbo-Grignard-Reagenz in dem renommierten Journal Angewandte Chemie veröffentlich werden. Anhand kristallographischer Untersuchungen im Festkörper, quantenchemischer Berechnungen sowie NMR-spektroskopischer Studien in Lösung konnten tiefere Einblicke in die häufig beobachtete erhöhte Reaktivität des Turbo-Grignard-Reagenzes erhalten werden.
Ein Teil des Turbo-Grignard-Puzzles entschlüsselt
Die genannte Veröffentlichung brachte ein so großes Interesse bei den Lesern auf, dass sie unter den Top 10% der am meisten gelesenen Publikationen des Jahres 2023 aufgelistet und dafür ausgezeichnet wurde.
„Comprehensive Study oft he Enhanced Reactivity of Turbo-Grignard-Reagents“
A. Hermann, R. Seymen, L. Brieger, J. Kleinheider, B. Grabe, W. Hiller, C. Strohmann*
Angew. Chem. Int. Ed. 2023, e202302489.
Mechanistische Einblicke zur gezielten Substitution an Alkoxysilanen
In unserer neuen Publikation in Inorganic Chemistry berichten wir über die selektive Substitution von Methoxygruppen an molekularen Silanen durch primäre Lithiumamide. Alkoxysilane dienen dabei als kontrollierbare und selektive Ausgangsverbindungen, die industriell relevante Chlorsilane in bestimmten Anwendungen sinnvoll ergänzen oder ersetzen können.
Durch eine Kombination aus in situ FTIR-Spektroskopie und DFT-Berechnungen konnten wir den Mechanismus der Monosubstitution aufklären und zentrale kinetische Parameter wie Reaktionsordnung und Aktivierungsenergie bestimmen. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurden Bedingungen entwickelt, die eine gezielte Di- und Trisubstitution an Alkoxysilanen ermöglichen. Aggregationszustände des Lithiumamids sowie Lösungsmitteleffekte spielen dabei eine zentrale Rolle für Selektivität und Reaktionsverlauf. Solche funktionalisierten Alkoxysilane stellen zentrale Bausteine für siliciumhaltige Materialien, wie etwa für Silikone oder für die Modifikation von Oberflächen, dar.
Weitere Informationen können der Folgeseite oder der Originalpublikation entnommen werden:
Mechanistic Investigations of Selective Alkoxysilane Substitutions by Primary Lithium Amides: From Mono- to Di- and Trisubstituted Si–N-Functionalized Silanes :
J.-L. Kirchhoff, T. Mairath, M. Schöler, R. Risken, C. Strohmann
Inorg. Chem. 2025, 64, 13355–13363.
Neue Einblicke in grundlegende Strukturen von Eis mit Aminen

In unserer neuen Publikation in Cryst. Growth Des. berichten wir über strukturelle Studien an seltenen Wasserstrukturen mit Aminen. Durch Einstellung der Stöchiometrie konnten für zwei verschiedene Amine jeweils zwei Strukturen mit einem höheren und niedrigeren Wassergehalt erhalten werden, die komplexe Wasserstoffbrückennetzwerke bilden.
Aufgrund einer besonders hohen Datenqualität der Strukturen konnten Hirschfeldatom-Verfeinerungen durchgeführt werden, die grundlegende Einblicke in die Bindungssituation von Wasserstoffbrückenbindungen erlauben. Weitere Informationen können der Folgeseite oder der Originalpublikation entnommen werden:
Crystal Structures of Water and Tertiary Amines: Hydrates or Ice with a Twist?
A. Schmidt, M. Schöler, T. Szidat, F. Otte, U. Englert*, C. Strohmann* Cryst. Growth Des. 2025, 25, 3644–3653.
19th Ferrocene Colloquium in Bochum
Nachfolgendend an das achtzehnte Ferrocene Colloquium in Düsseldorf fand in diesem Jahr das neunzehnte Ferrocene Colloquium an der Ruhruniversität in Bochum statt. Gegründet in 2003 bietet diese Tagung vor allem jungen Nachwuchswissenschaftlern die Chance ihre Forschungsergebnisse im Themenbereich der Organometall-Chemie in Form von Posterbeiträgen oder Kurzvorträgen zu präsentieren und diskutieren.
Aus unserem Arbeitskreis nahmen in diesem Jahr Beata Moritz, Mara Schöler, Tristan Mairath, Paul Erik Schneider und Annika Schmidt an dieser Tagung teil. Während Beata, Mara und Tristan ihre Forschungsergebnisse in Form von Posterbeiträgen präsentierten, stellten Paul und Annika ihre aktuellen Forschungsergebnisse in Form von zwei Kurzvorträgen dar. Paul sprach über seine aktuellen Ergebnisse im Themengebiet von Planar chiral ferrocenes as key compounds for asymmetrically controlled processes und Annika sprach über Organometallic Intermediates of Anionic Polymerization – Basis for Insertion of Functional Initiators.
Neben mehreren interessanten Kurzvorträgen motivierter Nachwuchswissenschaftler stellten außerdem Prof. Dr. Simon Aldrige (University of Oxford, UK), Prof. Dr. José Ruiz Lopes (University of Murcia, Spain) und PD Dr. André Schäfer (Saarland University, Saarbrücken) ihre Forschungen in drei Plenarvorträgen dar.
Wir danken den Organisatoren des diesjährigen Colloquiums Prof. Dr. Nils Metzler-Nolte und Prof. Dr. Viktoria Däschlein-Gessner einem ehemaligen Mitglied unseres Arbeitskreises, als auch allen Sponsoren, für die gelungene Planung und Umsetzung dieser Tagung.
Chemiedozententagung in Braunschweig 2025
Die diesjährige Chemiedozententagung (CDT) fand vom 17. bis 19. März 2025 an der Technischen Universität Braunschweig statt. Die Veranstaltung wurde von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessorinnen und -professoren für Chemie (ADUC) organisiert. Aus unserem Arbeitskreis nahm Paul Erik Schneider teil. Aus dem Bereich der Anorganischen Chemie beteiligten sich zudem Dr. David Van Craen und Dr. Elisabeth Kreidt, beide jeweils mit einem eigenen Vortrag.
Die Chemiedozententagung bringt traditionell Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter, Postdocs sowie Professorinnen und Professoren aus allen Bereichen der Chemie zusammen und bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich über aktuelle Forschungsarbeiten und Entwicklungen innerhalb der chemischen Gemeinschaft in Deutschland auszutauschen.
Im Rahmen der Konferenz bot sich auch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit Dr. Anna Krawczuk von der Universität Göttingen, einer Kooperationspartnerin unseres Arbeitskreises. Zu ihrem Vortragspreis möchten wir ganz herzlich gratulieren! In angenehmer Atmosphäre zwischen wissenschaftlichen Vorträgen, Diskussionen und gemeinsamen Abendveranstaltungen wurde das Treffen genutzt, um sich über laufende Projekte, neue Ideen und zukünftige Forschungskooperationen auszutauschen.
Wir danken den Organisatorinnen und Organisatoren der CDT 2025 für eine gelungene Tagung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern in der wissenschaftlichen Community.
27. GDCh-JCF-Frühjahrssymposium 2025 in Münster
Vom 12. bis 15. März 2025 nahm die Arbeitsgruppe Strohmann mit einer großen Gruppe von Doktorandinnen und Doktoranden sowie Studentinnen und Studenten am 27. Frühjahrssymposium des JungenChemieForums (JCF) der GDCh in Münster teil. Die jährlich stattfindende Konferenz bietet Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern eine exzellente Plattform für wissenschaftlichen Austausch, interdisziplinäres Networking und neue Impulse. In diesem Jahr stand das Symposium unter dem Motto „Cycling Chemistry“.
Paul Erik Schneider präsentierte im Rahmen des wissenschaftlichen Programms einen Vortrag zur enantioselektiven Lithiierung von Ferrocenderivaten zur Synthese chiraler Liganden für die asymmetrische Katalyse. Besonders erfreulich: Der Vortrag fand im Anschluss an den Plenarvortrag von Prof. Dr. Viktoria Gessner (Ruhr-Universität Bochum) statt – einer ehemaligen Doktorandin der Arbeitsgruppe Strohmann.
Neben dem Vortrag war die Arbeitsgruppe mit zahlreichen Posterbeiträgen vertreten, insbesondere aus den Bereichen der Lithium- und Siliciumchemie. Zu den aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern zählten: Jan Frederick Wappelhorst, Mara Schöler, Annika Schmidt, Kai Schäper, Tristan Mairath, Franziska Klotz, Jan-Lukas Kirchhoff, Beata Moritz sowie Tom Szidat.
Annika Schmidt konnte Einblicke in den Lösungsmittel-abhängigen Prozess der anionischen Polymerisation durch Untersuchungen über die Struktur und Reaktivität des ersten carbolithiierten Intermediates geben. Jan-Lukas Kirchhoff präsentierte im Rahmen eines Posterbeitrags seine Ergebnisse zur mechanistischen Reaktivitätsuntersuchung von Aminomethoxysilanen. Beata Moritz konnte an ihrem Poster Einblicke in die enantioselektive Synthese von Liganden für Übergangsmetalle geben.
Darüber hinaus engagierten sich Jan-Lukas Kirchhoff, Annika Schmidt und Paul Erik Schneider auch organisatorisch als Mitglieder des JCF Dortmund und unterstützten die Konferenz aktiv hinter den Kulissen.
Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatorinnen und Organisatoren der JCF Regionalforen Münster, Duisburg-Essen und Dortmund für ein rundum gelungenes Symposium – mit inspirierenden Vorträgen, vielfältigen Diskussionen und zahlreichen wertvollen Begegnungen.
Vortragspreis für Annika Schmidt am 18. Tag der Chemie
Am diesjährigen 18. Tag der Chemie der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie wurde Annika Schmidt mit einem Vortragspreis für ihren Vortrag mit dem Titel „Insights into the Mechanism of Anionic Polymerization“ geehrt.
In ihrem Vortrag präsentierte sie ihre aktuellen Forschungsergebnisse zum Mechanismus der anionischen Polymerisation, einer langjährig bestehenden Polymerisierungs-Technik mit vielseitiger Anwendung in der chemischen Industrie, beispielsweise bei der Herstellung von Autoreifen. Die Erkenntnisse, die sie bereits zum Mechanismus gewinnen konnte, ließen eine Ausweitung auf die Untersuchung der Reaktivität von bio-basierten Polymerbausteinen zu, dem sie sich in zukünftiger Forschung weiter widmen wird.
Wir möchten uns herzlich bei den Organisatoren des 18. Tags der Chemie, sowie bei der Auswahl-Jury für die Ehrung bedanken.
Ebenfalls möchten wir dem Fonds der chemischen Industrie und der Studienstiftung des deutschen Volkes für die finanzielle Unterstützung der Promotion danken.
Abschlüsse und Auszeichnungen im Rahmen der Absolventenfeier am 18. Tag der Chemie
Traditionell fand dieses Jahr am 07.02.2025 wieder der Tag der Chemie statt, um die Absolventen aus der Fakultät für ihre Leistungen zu Ehren. Während das Tagesprogramm aus wissenschaftlichen Vorträgen, Posterflashtalks und einer Postersession bestand, wurden am Abend in einer feierlichen Zeremonie Urkunden an die Bachelor-, Master- und Promotions-absolventen überreicht.
Dabei konnten aus unserem Arbeitskreis Beata Moritz, Mara Schöler und Kai Schäper erfolgreich ihr Bachelorstudium, sowie Arnold Ressel, Tamara Binnenbrinkmann und Tristan Mairath erfolgreich ihr Masterstudium abschließen. Aufgrund besonders herausragender Leistungen wurden Beata Moritz, Mara Schöler und Arnold Ressel geehrt.
Wir freuen uns, dass Arnold Ressel seine wissenschaftliche Karriere mit einer Promotion in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Hasenstab Riedel an der Freien Universität Berlin fortführen und Tamara Binnenbrinkmann ihre Promotion unter Dr. Elisabeth Kreidt in unserer Fakultät antreten wird. Außerdem heißen wir Tristan Mairath als Promotionsstudenten in unserer eigenen Arbeitsgruppe herzlich willkommen.
Des Weiteren gratulieren wir allen weiteren Absolventen für ihre hervorragenden Leistungen und wünschen allen viel Erfolg für ihre Zukunft.
Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes für Annika Schmidt
Wir gratulieren Frau Annika Schmidt zu einem Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.
In ihrer Promotion beschäftigt sich Frau Schmidt mit der Erforschung der anionischen Polymerisation auf molekularer Ebene. Durch die Isolation von relevanten Intermediaten erhält sie Einblicke in den Mechanismus der Polymerisationsschritte und nutzt dieses Wissen u.a. für die gezielte Synthese funktioneller Initiatoren. Vielseitige analytische Methoden, wie spektroskopische Untersuchungen, Einkristallröntgenstrukturanalyse oder quantenchemische Untersuchungen sind dabei die Hilfsmittel, die sie zur Untersuchung der hoch-reaktiven Zwischenstufen verwendet. In aktueller Forschung legt Frau Schmidt den Fokus weiter auf bio-basierte Polymerbausteine und das Verständnis ihrer Reaktivität.

Die Studienstiftung des deutschen Volkes gehört zu den Begabtenförderungswerken des Bundesministeriums für Bildung & Forschung und fördert sowohl begabte Studierende als auch Promovierende. Die Promotionsförderung fördert leistungsstarke, gesellschaftlich verantwortungsbewusste und vielseitig interessierte junge Forschende unterschiedlicher Fachrichtungen.
Wir möchten uns herzlich bei der Studienstiftung des deutschen Volkes für die großzügige Förderung und Unterstützung bedanken und freuen uns sehr, dass Frau Schmidt im Auswahlverfahren überzeugen konnte.


























