Neuigkeiten-Archiv 2024
Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes für Franziska Klotz
Wir gratulieren Frau Franziska Klotz zu einem Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes!
Frau Klotz forscht in ihrer Promotion im Bereich der Siliciumchemie und knüpft somit an die Ergebnisse ihrer Masterarbeit an. Die Dissertation beschäftigt sich mit der Untersuchung des Mechanismus zur Bildung von kondensationsstabilen Silanolen und deren gezielte Funktionalisierung mit chiralen Aminobausteinen. Für ein Kooperationsprojekt verbrachte sie bereits zu Beginn der Promotion mehrere Monate an der Universidad de Valladolid in Spanien.

Die Studienstiftung des deutschen Volkes gehört zu den Begabtenförderungswerken des Bundesministeriums für Bildung & Forschung und fördert sowohl begabte Studierende als auch Promovierende. Die Promotionsförderung fördert leistungsstarke, gesellschaftlich engagierte und vielseitig interessierte junge Forschende.
Wir möchten uns herzlich bei der Studienstiftung des deutschen Volkes für die großzügige Förderung und Unterstützung bedanken und freuen uns sehr, dass Frau Klotz im Auswahlverfahren überzeugen konnte.
15th International Symposium on Ionic Polymerization in Mainz (IP'24)
In diesem Jahr fand zum fünfzehnten Mal das Internationale Symposium für ionische Polymerisationen in Mainz statt. Die Tagung mit langjähriger Tradition, die bis in das Jahr 1995 zurückreicht, behandelt alle zwei Jahre die neuesten Forschungsergebnisse im Bereich der ionischen Polymerisationen (anionische Polymerisation, kationische Polymerisation, ionische Ringöffnungspolymerisation).
Aus unserem Arbeitskreis konnte diesjährig Annika Schmidt mit einem Posterbeitrag teilnehmen und ihre Forschungsergebnisse zur erstmaligen Isolation der Intermediate der anionischen Styrol-Polymerisation vorstellen. In diesem Poster vereinte sie den Ansatz molekularer metallorganischer Chemie mit der Anwendung für die Polymerchemie und wurde dafür mit einem Posterpreis ausgezeichnet, der von RSC Polymer Chemistry gesponsert wurde.
Thematisch behandelte das Symposium sowohl Beiträge aus der Akademie als auch der Industrie. Diese reichten von Polymer-Grundlagenforschung, neuen Monomeren, verschiedenen Polymer-aufbauenden Katalysatorsystemen bis hin zu anwendungsorientierten Materialoptimierungen.
Wir danken dem Fonds der Chemischen Industrie für die finanzielle Unterstützung, sowie Prof. Dr. Holger Frey und seiner gesamten Forschungsgruppe für die gelungene Organisation der Tagung.
Anorganische Chemie Konferenz in München
Vom 16.- bis 18. September fand die Tagung für Anorganische Chemie der Fachgruppen Wöhler-Vereinigung und Festkörperchemie & Materialforschung 2024 in München statt. Dabei nahmen die Promovierenden Franziska Klotz, Tristan Mairath und Jan Frederick Wappelhorst, sowie unser ehemaliger Bachelorstudent Kai Schäper und unsere ehemalige Masterstudentin Tamara Binnenbrinkmann teil. Sie alle präsentierten und diskutierten ihre Forschungsergebnisse auf insgesamt 5 Posterbeiträgen und konnten so interessante Einblicke in die verschiedenen Themengebiete der Forschungsgruppe geben. Dazu zählten mechanistische Einblicke in die anionische Polymerisation, die Synthese Si-chiraler Silanole sowie die Reaktivität und Selektivität von Reaktionen mit Lithiumalkylen.
Ein Highlight der Tagung in München war die große thematische Vielfalt der Tagungsbeiträge und der Austausch mit anderen NachwuchswissenschaftlerInnen aus dem Gebiet der anorganischen Chemie.
Wir danken der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. und der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die finanzielle Unterstützung. Zudem geht unser Dank an das gesamte Konferenzteam der TU München für die tolle Organisation.
Neue Einblicke in die fraktionierte Kristallisation von Si-stereogenen Silanen für stereospezifische Prozesse
Mit dieser Widmungsarbeit in dem Sonderband der Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie gratulieren wir Prof. Michael Veith herzlich zu seinem 80. Geburtstag!
In unserer Publikation konnte ein etablierter hochselektiver Ansatz zur Synthese von diastereomeren, Silicium-stereogenen Menthoxysilanen detailliert untersucht werden, sodass beide Diastereomere mit hohen Ausbeuten getrennt voneinander isoliert und charakterisiert werden konnten. Beide Diastereomere konnten anschließend in stereospezifischen Prozessen zu funktionalisierten chiralen Silanen umgesetzt werden. Weitere Informationen sind auf der Folgeseite oder in der Originalpublikation zu finden:
Supramolecular Interactions as Key in Racemic Resolution: New Insights into the (SSi)- and (RSi)-Diastereomers of (1R,2S,5R)-Methyl(1-naphthyl)-phenylmenthoxysilane of Sommer
J.-L. Kirchhoff, C. Strohmann,
Z. anorg. allg. Chem. 2024, 650, e202400135
Neue Einblicke in Halogenbrücken mit einfachen Ethern
In unserer neuen Publikation in ACS Omega berichten wir über bisher unbekannte Halogenbrücken mit einfachen, prototypischen und vielseitig als Lösemittel verwendeten Ethern. Dabei stellen sich je nach Stöchiometrie verschiedene Strukturmotive ein, die die Wichtigkeit für strukturelle Designs und synthetische Anwendungen unterstützen.
Durch eine experimentelle Elektronendichtestudie konnten wir zusätzlich neue Einblicke in die Bindungssituation von O-Halogenbrücken erhalten. Weitere Informationen können der Folgeseite oder der Originalpublikation entnommen werden:
The Halogen Bond to Ethers - Prototypic Molecules and Experimental Electron Density
A. Schmidt, A. Krupp, J. Kleinheider, T. M. L. Binnenbrinkmann, R. Wang, U. Englert*, C. Strohmann*
ACS Omega, 2024, 9, 35037–35045.
9th EuChemS Chemistry Congress 2024 in Dublin, Ireland
In diesem Jahr fand vom 07.07.2024 – 11.07.2024 der 9te EuChemS Chemie Kongress (ECC9) in Dublin, Irland statt. Als angesehene, internationale Tagung bietet die EuChems Wissenschaftlern aus der ganzen Welt die Möglichkeit zum Austausch und zum Kontakte knüpfen. Aus unserem Arbeitskreis nutzten acht Mitglieder die Chance und nahmen an der Tagung teil.
Tristan Mairath, Jan Frederick Wappelhorst, Franziska Klotz, Mara Schöler, Thokozire Sweetland und Michael Nuss konnten ihre Forschung in Form von Posterbeiträgen präsentieren und sich in den Postersessions mit internationalen Wissenschaftlern austauschen.
Paul Erik Schneider und Annika Schmidt bereicherten das Tagungsprogramm mit zwei Vorträgen. Während Paul seine aktuellen Ergebnisse über „Planar chirale Ferrocene als Schlüsselverbindungen für asymmetrisch kontrollierte Prozesse“ vorstellte, gab Annika tiefere „Einblicke in den Lösungsmittel-abhängigen Prozess der anionischen Polymerisation: Untersuchungen über die Struktur und Reaktivität des ersten carbolithiierten Intermediates“.
Das Programm der Tagung reichte thematisch von „Neuen Durchbrüchen der synthetischen organischen Chemie“ über Beiträge von „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ bis hin zu „Supramolekularer Chemie“, sowie vieler weiterer Themengebiete. Außerdem wurde eine Reihe an kleinen Seminaren und mini-Symposia über „Neue Strategien und Voraussetzungen für analytische Chemie im Bereich der Umweltprüfung“, „Homogene Katalyse mit der Anwendung in Synthesen“ und „Jüngsten Fortschritten in der pharmazeutischen Chemie und Manufaktur“ von dem EuChemS Network Europäischer Junger Chemiker (EYCN) und dem Chemischen Institut von Irland (ICI) organisiert.
Wir danken der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., welche uns durch eine Vielzahl an Reisestipendien unterstützt hat. Außerdem geht der Dank an die Fonds der Chemischen Industrie und der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die finanzielle Unterstützung unseres Arbeitskreises.
Habilitationspreis 2024 für Dr. Jonathan Bauer
Herr Dr. Jonathan Bauer (Universität Regensburg), ehemaliger Doktorand unseres Arbeitskreises, erhält den diesjährigen Habilitationspreis der Universität Regensburg, welcher für besondere Arbeiten in der wissenschaftlichen Forschung verliehen wird.
Im Jahre 2014 promovierte Herr Bauer in unserem Arbeitskreis und war anschließend zwei Jahre am Weizmann Institute of Science in Israel als PostDoc tätig. Seit 2018 leitet er seine eigene Nachwuchsgruppe in der Fakultät für Chemie und Pharmazie, gefördert durch das Bayrische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und das Elitenetzwerk Bayern. Herr Bauer wird für seine herausragenden Forschungsarbeiten zu synthetischen und mechanistischen Problemen der Hauptgruppenchemie ausgezeichnet.
Wir gratulieren herzlich zu dieser Auszeichnung und wünschen für die Zukunft alles Gute!
20th International Symposium on Silicon Chemistry in Hiroshima
Vom 12. bis 17. Mai fand das 20. International Symposium on Silicon Chemistry in Hiroshima statt. Diese führende Fachkonferenz bringt weltweit renommierte Wissenschaftler zusammen, um die neuesten Entwicklungen in der Siliciumchemie zu diskutieren. Unser Arbeitskreis wurde dabei durch Franziska Klotz und Jan-Lukas Kirchhoff vertreten.
Herr Kirchhoff hielt einen Vortrag zum Thema selektive Alkoxyorganosilansynthesen sowie deren Transformationen, Frau Klotz präsentierte ein Poster über Si-chirale, kondensationsstabile Silanole und Siloxide.
Während der Konferenz trafen wir unseren ehemaligen Arbeitskollegen Dr. Jonathan Bauer, der aktuell in Regensburg seine eigene Forschungsgruppe leitet.
Neben dem wissenschaftlichen Programm hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, historische Denkmäler, wie Ground Zero und das Friedensmuseum in Hiroshima zu besuchen. Diese Besuche boten einzigartige geschichtliche Einblicke und eine bewegende Erinnerung an die Vergangenheit.
Wir danken der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., dem Fonds der Chemischen Industrie sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung für die finanzielle Unterstützung. Außerdem möchten wir uns beim Organisationsteam der ISOS-20, besonders bei Prof. Dr. Ohshita und Prof. Dr. Iwamoto, für die ausgezeichnete Durchführung der Konferenz bedanken.
Einfacher Zugang zu chiralen Phosphanen gefunden
In unserer neuesten Publikation in der Angewandten Chemie (Hot Paper) stellen wir einen einfachen Zugang zu chiralen Phosphanen über kristallisationsinduzierte Racematspaltung (CIDR) vor. Dies war uns nur durch eine intensive Untersuchung der zugrunde liegenden Prozesse möglich. Mehr Details zum Artikel können der Folgeseite oder der Originalpublikation entnommen werden:
Enantioselective Synthesis of Phosphine Boranes via Crystallization-Induced Dynamic Resolution of Lithiated Intermediate by Understanding the Underlying Epimerization Process
Y. M. Kuzu, A. Schmidt, C. Strohmann* Angew. Chem. Int. Ed. 2024, 63, e202319665.
GDCh-JCF Frühjahrssymposium 2024 in Ulm
Am diesjährigen Frühjahrssymposium des JungChemikerForums (JCF), das vom 13.-16.03.2024 in Ulm stattfand, nahmen Paul Erik Schneider, Jan-Lukas Kirchhoff und Annika Schmidt aus unserem Arbeitskreis teil. Dabei konnten Paul und Jan-Lukas ihre neuesten Forschungsergebnisse zur enantioselektiven Synthese von planar-chiralen Ferrocenen bzw. gezielte Substitutionsreaktionen an Siliciumzentren jeweils in Form eines Posterbeitrags vorstellen, während Annika den Teilnehmern der Konferenz einen Einblick in ihre Forschung in einem Vortrag zum Mechanismus der anionischen Polymerisationen geben konnte. Jan-Lukas konnte weiterhin im Rahmen seines Amtes im JCF-Bundesvorstand seine Arbeit für die Ressorts Werbemittel und Sponsoring im Plenum präsentieren.
Unter dem Motto „Rethinking Chemistry“ fokussierte das Symposium neue Blickwinkel auf Chemie und chemische Prozesse, im Besonderen vor dem Hintergrund der anstehenden Herausforderungen für eine klimaneutrale Zukunft. Dazu konnten sich die Teilnehmer untereinander interdisziplinär in einer Postersession und 15 PhD-Vorträgen austauschen sowie in Workshops und an Industrie-Ständen mit Mitarbeitenden von Unternehmen diese und weitere Thematiken vertiefen.
Wir danken der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., dem Fonds der Chemischen Industrie, der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes für die Unterstützung. Außerdem möchten wir uns beim Team der JCF Regionalforen Ulm, München und Stuttgart für die rundum gelungene Organisation bedanken.
Vortragspreis für Annika Schmidt und Posterpreis für Franziska Klotz auf dem 12. JungChemiker Symposium Ruhr 2024
Auf dem diesjährigen 12. JungChemiker Symposium Ruhr wurde Frau Annika Schmidt für ihre Vortragspräsentation und Frau Franziska Klotz für ihre Posterpräsentation mit einem Preis ausgezeichnet. Auf ihrem Poster „Synthesis and Investigations of Si-chiral Aminosilanols and Siloxides“ konnte Franziska neuartige, Kondensations-stabile Silanole vorstellen und deren Anwendung als chirale Liganden für Übergangsmetalle verdeutlichen. Annika präsentierte in ihrem Vortrag mit dem Titel „Insights into the mechanism of anionic styrene polymerization“ ihre neuesten Resultate zur Untersuchung des Mechanismus der anionischen Polymerisation von Styrol und Myrcen, sowie der Isolierung der ersten Initiationsproduke.
Wir danken der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes und dem Fonds der Chemischen Industrie für die finanzielle Unterstützung.
12. JungChemiker Symposium Ruhr 2024
Am 29.02.2024 fand am MPI in Mülheim das 12. JungChemiker Symposium Ruhr unter dem Motto "Chemistry for a green future" statt. Durch die von der GDCh geförderten Tagung erhalten Nachwuchschemikerinnen und Nachwuchschemiker aus dem Ruhrgebiet die Möglichkeit, Forschungsergebnisse auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Hierzu präsentierten aus unserem Arbeitskreis Franziska Klotz, Jan-Lukas Kirchhoff, Annika Schmidt, Tobias Schrimpf und Paul Erik Schneider insgesamt 4 Poster und einen Vortrag und konnten so interessante Einblicke in die verschiedenen Themengebiete der Forschungsgruppe geben.
Neben zahlreichen wissenschaftlichen Vorträgen und einer Poster-Session gab es zudem interessante Workshops sowie eine Campusführung durch das renommierte Max-Planck Institut für Kohlenforschung. Ein Highlight des Symposiums stellte die Keynote-Lecture von Prof. Dr. David Cole-Hamilton zu dem Thema nachhaltige und Ressourcen-schonende Chemie für die Zukunft dar.
Wir danken der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., dem Fonds der Chemischen Industrie und der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die finanzielle Unterstützung unseres Arbeitskreises. Zudem gilt unser Dank dem ganzen JCF Mülheim-Team für ihren Einsatz und die großartige Organisation der bereichernden Veranstaltung.
Kekulé-Promotionsstipendium des Fonds der Chemischen Industrie für Paul Erik Schneider
Wir gratulieren Herrn Paul Erik Schneider zum Kekulé-Stipendium der Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie.
Nach seinem Forschungsaufenthalt mit umweltanalytischem Schwerpunkt auf Spitzbergen in Norwegen beendete Herr Schneider sein Masterstudium der Chemie im Jahr 2023 mit Bestnoten. Dieses schloss er in Regelstudienzeit mit einer Masterarbeit über die effiziente Synthese zentraler planarchiraler Schlüsselbausteine enantiomerenreiner Ferrocen-basierter Liganden ab.
Im Rahmen seiner Doktorarbeit beschäftigt er sich nun ausgehend von enantioselektiven Lithiierungen mit der effizienten Synthese enantiomerenreiner Liganden mit dem Fokus einer Anwendung in der enantioselektiven Übergangsmetallkatalyse, Organo-katalyse, CPL-Lumineszens und Wirt-Gast-Chemie.

Die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie fördert Promovierende der Chemie oder chemienahen Fächern mit herausragenden Studienleistungen und Abschlüssen in Regelstudienzeit in exzellenten Arbeitskreisen. Wir möchten uns herzlich beim Fonds der Chemischen Industrie für die großzügige Förderung und Unterstützung bedanken und freuen uns sehr, dass Herr Schneider die Gutachterinnen und Gutachter im Auswahlverfahren überzeugen konnte.
Posterpreis für Paul Erik Schneider am 17. Tag der Chemie
Am diesjährigen 17. Tag der Chemie wurde Herr Paul Erik Schneider für seine Posterpräsentation mit dem Titel „Accessing Enantiopure Disubstituted Ferrocene Aldehydes and Halogene Bond Assisted Purification of Their Transformation Products“ mit einem Posterpreis ausgezeichnet.
Herr Schneider präsentierte ein Poster in Form eines Flashtalks und einer Postersession über seine aktuellen Forschungsergebnisse zum effizienten Zugang zu enantiomerenreinen substituierten Ferrocenaldehyden und deren Transformationsprodukten Wissenschaftlern der Chemie und chemischen Biologie.
Enantiomerenreine substituierte Ferrocenaldehyde sind wichtige Bausteine sowohl für asymmetrische Organokatalysatoren als auch chirale Liganden in der asymmetrischen Übergangsmetallkatalyse. Letztere haben großtechnische Bedeutung.
Seine Arbeiten werden durch ein Kekulé-Stipendium der Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie unterstützt.
Abschlüsse und Auszeichnungen im Rahmen der Absolventenfeier am 17. Tag der Chemie
Um das Wintersemester 2023/24 abzuschließen, fand am 09.02.2024 wieder der Tag der Chemie statt. Im Anschluss an das akademische Tagesprogramm mit Vorträgen, Posterflashtalks und einer Postersession wurden die Absolventen aus der Fakultät für ihre Leistungen geehrt.
Aus unserem Arbeitskreis konnten Julius Hättasch, Simon Knüver und Thokozire Sweetland erfolgreich ihr Bachelorstudium abschließen. Franziska Klotz, Paul Erik Schneider, Christoph Schwab und Jan-Frederick Wappelhorst konnten erfolgreich ihr Masterstudium abschließen, wobei Herr Schneider und Herr Schwab für ihre herausragenden Leistungen geehrt wurden.
Neben den Bachelor- und Masterabschlüssen gelang es außerdem Herrn Johannes Kleinheider, Frau Anna Krupp Frau Rebecca Scheel und Herrn Jonathan Wattenberg ihre Promotion erfolgreich abzuschließen.
Im Rahmen des akademischen Tagesprogrammes konnte Paul Erik Schneider seine aktuelle Forschung über die effiziente Synthese planarchiraler Ferrocenliganden im Rahmen eines Flashtalks und eines Posters vorstellen. Auch Jan-Lukas Kirchhoff präsentierte seine Forschungsergebnisse zu molekularen Reaktivitätsuntersuchungen an funktionalisierten Organosilanen im Rahmen eines Vortrags.
Wir gratulieren allen Absolventen und wünschen ihnen für die weitere Zukunft viel Erfolg.
Bayer Promotionspreis für Herrn Dr. Johannes Kleinheider
Wir gratulieren Herrn Dr. Johannes Kleinheider zum Erhalt des Bayer Promotionspreises 2023/2024 im Fach Chemie, welcher im Rahmen des 17. Tages der Chemie am 09. Februar 2024 durch Prof. Dr. Michael Beck von der Bayer AG überreicht wurde.
Mit dem Bayer Promotionspreis werden Absolventen und Absolventinnen für exzellente Forschungsarbeiten im Bereich der Chemie sowie der Chemischen Biologie während ihres Promotionsstudiums durch die Fakultät CCB geehrt. Dabei entscheidet eine Jury unter Berücksichtigung weiterer Kriterien wie Studiendauer, Prüfungsnoten und Publikationstätigkeit unter den vorgeschlagenen Kandidaten und Kandidatinnen. Die Bayer AG übernahm in diesem Jahr erstmalig das Sponsering für diese Auszeichnung und das darin enthaltene Preisgeld von 500 €. Herr Dr. Johannes Kleinheider wurde die Auszeichnung für seine Promotion mit dem Titel "Über die Reaktivität gezielt ausgebildeter Lithiumalkylaggregate - Von "frustrierten" Aggregaten zum Lithiumhydrid-Transfer" verliehen.
Im Rahmen seiner Promotion beschäftigte sich Herr Dr. Kleinheider mit der gezielten Einstellbarkeit der Reaktivität von Alkyllithiumreagenzien. Dabei konnte er das Verständnis der engen Beziehung zwischen Struktur und Reaktivität dieser hochreaktiven Substanzen deutlich vertiefen. Auf diese Weise war es ihm möglich, schwer zugängliche Synthesebausteine bei tiefen Temperaturen darzustellen sowie ungewöhnliche Reaktionswege zu erschließen. Der gezielt stöchiometrische Einsatz von Zusätzen zur gezielten Ausbildung der entsprechenden Lithiumalkylaggregate stellt den Schlüssel seiner Forschung dar. Die Ergebnisse seiner Forschung präsentierte Herr Dr. Kleinheider auf zahlreichen nationalen wie internationalen Fachtagungen, wobei er ebenfalls am 71. Lindau Nobel Laureate Meeting teilhaben durfte.
Wir wünschen Dr. Johannes Kleinheider weiterhin viel Erfolg bei seiner neuen Tätigkeit bei der Bronkhorst Deutschland Nord GmbH.
Neuartige "frustrierte" Aggregate: Steigerung der Reaktivität von t-BuLi durch Verwendung von THF in n-Pentan
Nach 35 Jahren konnte die Suche nach der Kristallstruktur von tert-Butyllithium mit Tetrahydrofuran erfolgreich beendet werden. Wider Erwarten konnten jedoch in Pentan/THF Umgebung zwei verschiedene Aggregate in Abhängigkeit von der verwendeten THF-Menge bestimmt werden. Diese unterscheiden sich deutlich in ihrer Reaktivität. Damit eröffnet sich für Synthesechemiker ein einfacher Weg, die Reaktivität von t-BuLi je nach Anwendung einzustellen. Für mehr Informationen kann die Folgeseite oder die Originalpublikation angeschaut werden.
Tuning Reactivities of tert-Butyllithium by the Addition of Stoichiometric Amounts of Tetrahydrofuran
J. Kleinheider, T. Schrimpf, R. Scheel, T. Mairath, A. Hermann, K. Knepper, C. Strohmann*
Chem. Eur. J. 2024, 30, e202304226.






























