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Neuigkeiten-Archiv 2021


Highlight in den „Nachrichten aus der Chemie“

Unsere kürzlich veröffentlichte Arbeit in ChemistryA European Journal wurde in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „Nachrichten aus der Chemie“ als aktuelles Highlight hervorgehoben.

Die „Notizen aus der Chemie“ erwähnen monatlich zehn bis fünfzehn Highlights aus allen Bereichen der Chemie. Die hervorgehobene Arbeit von Lukas Brieger befasst sich mit der selektiven Synthese lang gesuchter THF-solvatisierter Alkalimetall-Benzylverbindungen, die mit Hilfe von Einkristall­röntgenstruktur­analysen und NMR-Spektroskopie eindeutig charakterisiert werden konnten. Darüber hinaus eignen sich diese Ver­bin­dun­gen, ohne Zusatz weiterer Liganden, als hilfreiche Werkzeuge in Deprotonierungsreaktionen C–H- und N–H-acider Ver­bin­dun­gen, um im Kontext der Alkali Metal Mediation Chemistry die entsprechenden Alkalimetalle zu übertragen.

Pub­li­ka­tion: THF-solvated Heavy Alkali Metal Benzyl Compounds (Na, Rb, Cs): Defined Deprotonation Reagents for Alkali Metal Mediation Chemistry: 
L. Brieger, C. Unkelbach, C. Strohmann,
Chem. Eur. J. 2021, 27, 17780-17784.

Erwähnung in den Nachrichten aus der Chemie: Notizen aus der Chemie:
G. Delaittre, J. Heine, A Hinz, U. Jahn,, H. Kries, B. Meermann, C. C. Tzschucke, M. Zegke


Kekulé-Promotionsstipendium des Fonds der Chemischen Industrie für Jan-Lukas Kirchhoff

Wir gratulieren Herrn Jan-Lukas Kirchhoff zum Kekulé-Stipendium der Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie.

Im März 2021 beendete Herr Kirchhoff sein Masterstudium im Studiengang Chemie in drei Fachsemestern und untersuchte im Rahmen seiner Masterarbeit den Aufbau sowie die Umsetzungen von Si–N-funktionalisierten Silanen unter dem Aspekt stereochemischer Fragestellungen. Im Rahmen seiner Doktorarbeit beschäftigt er sich nun mit der Synthese von Silicium-stereogenen Ver­bin­dun­gen, welche mittels Methoden der reagenzinduzierten asymmetrischen Synthese in hoher Diastereomengenselektivität erzeugt werden. Dabei reicht das Themenfeld von mechanistischen Fragen bis hin zu direkten anwendungsorientierten Lösungsansätzen. Si–N- bzw. Si–O-Systeme finden wichtige Anwendungen in der Silikonchemie, in silikatischen Materialien und Modifizierungen von Oberflächen.

Die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie fördert Promovierende mit herausragendem Studienabschluss im Rahmen des Kekulé-Stipendiums. Wir freuen uns sehr, dass Herr Kirchhoff die Fachgutachterinnen und Fachgutachter im strengen Auswahlverfahren überzeugen konnte. Darüber hinaus danken wir dem Fonds der Chemischen Industrie sehr für die wichtige Förderung und große Unterstützung.



Posterpreis für Andreas Voß auf dem Wis­sen­schafts­fo­rum Chemie 2021 der Gesellschaft Deutscher Chemiker

Auf dem dies­jäh­rigen Wis­sen­schafts­fo­rum Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker, eine der größten europäischen Chemietagungen, wurde Herr Andreas Voß für seine Posterpräsentation mit dem Titel Microwave Technology as Key for the Synthesis of new (Aminomethyl)silanes mit einem Posterpreis der ACS Organic & Inorganic Au ausgezeichnet.

Herr Andreas Voß präsentierte den internationalen Wissenschaftlern seine Forschungsergebnisse zur Synthese und Reaktivität verschiedener (Aminomethyl)silane. Durch die von ihm entwickelte, mikrowellen-basierte Syntheseroute können neuartige (Aminomethyl)silane mit einem sekundären Stickstoffzentrum hergestellt werden. Durch ihre besondere Reaktivität bieten diese Ver­bin­dun­gen ein großes Potential für vielfältige Anwendungen in der Siliciumchemie.

Das GDCh-Wis­sen­schafts­fo­rum Chemie stand in diesem Jahr unter dem Motto Chemists create solutions. Es bietet alle zwei Jahren einen Austausch unter Wissenschaftlern aller Bereiche der Chemie sowie zwischen Wissenschaft und Industrie. Mit meist über 2000 internationalen Teilnehmern ist das Wis­sen­schafts­fo­rum eine der wichtigsten Chemietagungen im europäischen Raum.


Vorträge und Poster auf dem Wis­sen­schafts­fo­rum Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker

Vom 29. August bis 1. September präsentierten Lukas Brieger, Jan-Lukas Kirchhoff, Johannes Kleinheider, Franziska Dorothea Klotz, Anna Krupp, Yasin Kuzu, Felix Langenohl, Rebecca Scheel, Annika Schmidt, Paul Erik Schneider, Tobias Schrimpf, Christoph Schwab, Andreas Voß, Jan Frederick Wappelhorst und Jonathan Wattenberg insgesamt zwei Vorträge sowie 13 Poster auf dem Wis­sen­schafts­fo­rum Chemie (WiFo) der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Das WiFo gehört zu den größten und wichtigsten Chemietagungen in Europa und bietet neben dem Austausch unter Wissenschaftlern insbesondere auch die Möglichkeit zum Dialog zwischen Forschung und Industrie. Ein besonderes Highlight ist hierbei vor allem die große thematische Vielfalt der Tagungsbeträge sowie die Diskussion von gesellschaftlich relevanten Herausforderungen für die Forschung.

Im Rahmen der Vortragsreihe Heavier Group 15 Elements in Action präsentierte Herr Yasin Kuzu seine aktuellen Forschungsergebnisse zur Synthese von P-steregenen Phosphinen. Johannes Kleinheider stellte seine neusten Erkenntnisse zur Reaktivität von „frustrierten“ Alkyllithium Aggregaten mit einem Poster sowie einer Flash Presentation im Rahmen der Highlights aus der anorganischen Chemie vor.

Mit ihren Posterbeiträgen konnten unsere Arbeitsgruppenmitglieder verschiedenste Bereiche ihrer Forschung vorstellen. Thematisiert wurden die neusten Ergebnisse zur Synthese von beta-funktionalisierten Phenethylaminen, Silylthioether-Liganden, (Aminomethyl)silanen sowie Si-chiraler Silane. Weiterhin wurden die Untersuchungen zur Struktur und Reaktivität von Lithiumalkyl-Aggregaten sowie schwerer Alkalimetallorganyl-Reagenzien, die Komplexierung von Übergangsmetallen sowie die Folgereaktionen neuartiger (Aminomethyl)silane vorgestellt.

Wir danken der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V., der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk, dem Avicenna-Studienwerk, der Stu­di­en­stif­tung des deutschen Volkes, dem Fonds der Chemischen Industrie sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die finanzielle Unterstützung.


Posterpreis für Moritz Achternbosch auf dem 19th International Symposium on Silicon Chemistry

Auf dem dies­jäh­rigen 19. International Symposium on Silicon Chemistry wurde Herr Moritz Achternbosch für seine Posterpräsentation mit dem Titel „Influence Of Lithium Coordinating Additives On The Structure Of Phenyldimethylsilyllithium“ mit einem Posterpreis ausgezeichnet.

Herr Achternbosch präsentierte vor einem internationalen Publikum aus mehr als 300 renommierten Wissenschaftlern der Siliciumchemie seine aktuellen Forschungsergebnisse zu Effekten von Donorbasen auf die Struktur und Reaktivität metallierter Siliciumzentren. Diese hochreaktiven Ver­bin­dun­gen finden vielfältige Anwendung in der modernen Synthesechemie und in Polymerisationsreaktionen.

Das International Symposium on Silicon Chemistry (ISOS) bietet Wissenschaftlern aus akademischer Forschung und Industrie alle drei Jahre die Möglichkeit zum internationalen Austausch über aktuelle Themen und Fragestellungen im Bereich der Siliciumchemie.


Primary Amine Functionalization of Alkoxysilanes: Synthesis, Selectivity and Mechanistic Insights:
M. Achternbosch, L. Zibula, J.-L. Kirchhoff, J.O. Bauer, C. Strohmann,
Inorg. Chem. 2021, 60, 11562–11568.


Weak yet Decisive: Molecular Halogen Bond and Competing Weak Interactions of Iodobenzene and Quinuclidine:
F. Otte, J. Kleinheider, W. Hiller, R. Wang, U. Englert, C. Strohmann,
J. Am. Chem. Soc. 2021, 143, 4133–4137.


When Electrons Step in: Polarizing Effects Explored with Triisobutylaluminum:
A. Seymen, A. Münch, S.A. Orr, R. Herbst-Irmer, R.E. Mulvey, C. Strohmann, D. Stalke,
Inorg. Chem. 202160, 2872–2877.