Neuigkeiten-Archiv 2018
Kekulé-Promotionsstipendium des Fonds der Chemischen Industrie für Lukas Brieger
Wir gratulieren Herrn Lukas Brieger zum Kekulé-Stipendium der Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie. Herr Brieger beendete sein Masterstudium im März 2018 in verkürzter Studienzeit und bewarb sich anschließend für ein Stipendium zu seinem Promotionsthema zu alkalimetallspezifischen Effekten für gezielte Synthesen, die besonders für metallorganische Synthesen von großer Relevanz sind. Der Fonds der Chemischen Industrie vergibt pro Jahr ca. 50 Doktorandenstipendien in Deutschland für Mitarbeiter der Chemie und chemienahen Disziplinen. Wir danken dem Fonds der Chemischen Industrie für die großzügige und wichtige Förderung von Doktoranden in unserem Arbeitskreis.
Seit 1950 fördert der Fonds der Chemischen Industrie außerdem Schulen, Nachwuchswissenschaftler sowie die Grundlagenforschung in Chemie und chemienahen Disziplinen, wobei die Fördermaßnahmen äußerst vielfältig sind und ineinander greifen.
Vorträge und Poster auf der 7th EuCheMS Conference on Nitrogen Ligands in Lissabon
Moritz Achternbosch, Lukas Brieger, Lena Knauer, Felix Otte, Andreas Voß und Jessica Wegge präsentierten vom 04. bis 07. September 2018 auf der 7th EuCheMS Conference on Nitrogen Ligands in Lissabon 3 Vorträge und 3 Poster. Im Mittelpunkt der Konferenzserie, deren fünfte Tagung 2008 von Prof. Bernhard Lippert (TU Dortmund) ausgerichtet wurde, stehen die vielseitigen Anwendungen von Stickstoffliganden in unterschiedlichsten Bereichen der Chemie. Dabei präsentierten Moritz Achternbosch, Lukas Brieger und Andreas Voß die Ergebnisse ihrer jeweiligen Masterarbeit, während Felix Otte seine neuesten Erkenntnisse zu Halogenbrücken mit sp3-hybridisierten Alkylhalogeniden in Form eines Vortrages vorstellte.
Lena Knauer hielt zunächst einen Vortrag über den Einsatz chiraler Stickstoffliganden in der Organolithiumchemie, ehe sie in einem zweiten Vortrag ihre eigenen Forschungsergebnisse zur gesteigerten Reaktivität von Alkyllithiumverbindungen in Kombination mit Stickstoffliganden präsentierte.
Wir danken der Gesellschaft Deutscher Chemiker für die Unterstützung der Tagungsreise in Form von Reisestipendien.
Auf dieser internationalen Tagung stellen sowohl Industrievertreter der großen Silicium Firmen als auch Hochschularbeitskreise und Forschungsinstitute ihre aktuellen Arbeiten zu Materialwissenschaften über anorganische und organische Molekülchemie bis hin zu biologischen Aspekten vor. Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung standen die zwei Silicium-Koryphäen Prof. R. West und der WACKER Silicone Award Preisträger Prof. H. W. Roesky.
Lukas Zibula stellte seine neusten Ergebnisse zu Aminoalkoxysilanen in einem Vortrag vor, während Felix Langenohl und Andreas Hermann auf Postern ihre Masterarbeiten zu chiralen Silanolen bzw. zu Reaktionen an chiralen Organosilanen präsentierten.
Wir danken der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Studienstiftung des deutschen Volkes für finanzielle Unterstützungen.
Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes für Andreas Hermann
Wir gratulieren Andreas Hermann zu einem Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit Beginn seines Studiums an der TU Dortmund engagierte sich Andreas Hermann ehrenamtlich in verschiedensten Hochschulgremien seiner Fakultät, wobei er mehrere Jahre im Fakultätsrat und im Vorstand des Fachschaftsrates aktiv mitwirkte. Nachdem er sein Forschungspraktikum an der University of Strathclyde in Glasgow absolviert hatte, beendete er seine Masterarbeit in unserer Arbeitsgruppe als Jahrgangsbester Chemiestudent. Mit einem spannenden und neuartigen Promotionsthema zu metallfreien Carbanionen bewarb er sich anschließend bei der Studienstiftung des deutschen Volkes und konnte im strengen Auswahlverfahren die Gutachter überzeugen.
2 Vorträge im Rahmen des 15th International Symposium on Inorganic Ring Systems in Kyoto
Im Zeitraum vom 24. bis 29. Juni 2018 nahmen Kathrin Louven und Lena Knauer am 15th International Symposium on Inorganic Ring Systems in Kyoto teil und konnten jeweils ihre aktuellen Arbeiten mit einem Vortrag vorstellen. Die Konferenz gehört zu den führenden internationalen chemischen Fachtagungen zur Hauptgruppenchemie und beinhaltet auch die metallorganische Chemie sowie anorganische Materialien. Kathrin Louven berichtete dort in ihrem Vortrag über die Ergebnisse ihrer kurz zuvor fertiggestellten Dissertation zum Einfluss verschiedener Alkalimetalle und Alkoholate auf das Reaktionsverhalten superbasischer Systeme. Die Steigerung der Reaktivität von Organolithiumverbindungen zur Ermöglichung gehinderter Deprotonierungsreaktionen war Thema des Vortrags von Lena Knauer.
Die Reise wurde durch Teilstipendien der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt.
28th International Conference on Organometallic Chemistry 2018 in Florenz
Yasin Kuzu präsentierte auf der 28th International Conference on Organometallic Chemistry 2018 in Florenz, Italien, seine aktuellen Forschungsergebnisse zur asymmetrischen Lithiierung von Phosphinoboranen zur Synthese enantiomerenreiner Liganden in Form eines Posterbeitrages sowie einer Flash-Präsentation. Die ICOMC ist eine zweijährliche Tagung auf der Arbeiten aus verschiedenen Bereichen der Organometallchemie vorgestellt werden (https://www.icomc2018.com).
Vor einem breiten internationalen Publikum wurden in diesem Jahr insgesamt mehr als 300 Vorträge gehalten sowie 500 Poster präsentiert, wodurch ein umfassender Einblick in Entwicklungen insbesondere zur Katalyse, Bioanorganischen Chemie, Hauptgruppenchemie sowie asymmetrischen Synthese erlangt werden konnte.
Herr Kuzu wurde während seiner Teilnahme an der ICOMC-2018 durch ein Teilstipendium der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie das Avicenna-Studienwerk gefördert.
Promotionsstipendium des Avicenna-Studienwerkes für Yasin Kuzu
Wir gratulieren Herrn Yasin Kuzu zu einem Promotionsstipendium des Avicenna-Studienwerkes. Herr Kuzu beendete seine Masterarbeit im Sommersemester 2017 in unserer Arbeitsgruppe und bewarb sich anschließend für ein Stipendium zu seinem Promotionsthema zur asymmetrischen Synthese von chiralen Phosphanliganden, denen eine enorme Bedeutung bei der Übergangsmetallkatalyse zukommt. In einem strengen Auswahlverfahren konnte Herr Kuzu - neben fünf weiteren Doktoranden aus verschiedensten Fächern - mit seinem Promotionsthema die Gutachter überzeugen und ist nun glücklich, Teil der Avicenna-Familie zu sein.
Das Avicenna-Studienwerk ist das jüngste der 13 Begabtenförderungswerke Deutschlands, welche vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) anerkannt werden. Es fördert leistungsstarke und gesellschaftlich engagierte muslimische Studierende sowie Promovierende aller Fächer.
Viel Erfolg mit der eigenen Arbeitsgruppe für Jonathan Bauer
Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat im Rahmen des Elitenetzwerks Bayern Jonathan Bauer die Einrichtung einer internationalen Nachwuchsforschergruppe bewilligt. Die Forschergruppe „Zwischen Frustration und Kooperation: Kooperative Reaktivität in einem neuartigen Silicium-basierten Bindungsaktivierungs- und Katalysekonzept“ wird für einen Zeitraum von fünf Jahren an der Universität Regensburg gefördert.
Mit seiner Gruppe wird Jonathan Bauer ab Februar 2018 an der Schnittstelle von Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung neue Wege hin zu nachhaltigen Syntheseverfahren auf der Grundlage eines neuartigen Silicium-Sauerstoff-basierten Verbindungsmusters erforschen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf Methodenentwicklungen in der Synthese von Hauptgruppenelementverbindungen sowie auf der Bindungsaktivierung in kleinen Molekülen und organischen Substraten. Die Forschergruppe wird in Anbindung an den Master-Elitestudiengang „Advanced Synthesis and Catalysis“ (SynCat) an der Fakultät für Chemie und Pharmazie in Regensburg eingerichtet.
Wir wünschen viel Erfolg mit den eigenen Arbeiten und weiterhin hochkarätige Publikationen und Preise.
Posterpreis für Helene Wall auf dem diesjährigen 16. Ferrocen Kolloquium in Berlin
Auf dem diesjährigen 16. Ferrocen Kolloquium in Berlin (18.02.-20.02.2018) wurde der Posterbeitrag von Helene Wall mit dem Titel „Enantiopure (Aminomethyl)ferrocenes: Synthesis and Derivatisation with Heteroatoms“ mit einem von 2 Posterpreisen ausgezeichnet.
Planarchirale Ferrocene sind wichtige Liganden für die enantioselektive Katalyse und finden bereits Anwendung in großtechnischen Prozessen.
Helene Wall hat neuartige enantiomerenreine Ligandensysteme vorgestellt, die nach der Voreinstellung der planaren Chiralität selektiv in unterschiedlichen Positionen substituiert werden können.
Eva Barth erhält Vortragspreis am 11. Tag der Chemie
Am 11. Tag der Chemie hat Eva Barth für ihren Vortrag mit dem Titel „Selective Synthese and Transformation stereogener Siliciumzentren“ einen der begehrten Vortragspreise erhalten.
Frau Barth hat ihre Ergebnisse zum selektiven Aufbau stereogener Silicium-Zentren vorgestellt.
Sie konnte die bisher besten asymmetrischen Synthesen am Silicium präsentieren und zeigen, dass weitere Transformationen am Silicium stereospezifisch ablaufen.
Vortragspreis für Lena Knauer am 11. Tag der Chemie
Lena Knauer hat für ihren Vortrag „Enhancing Alkyllithium Reagents to Enable Hindered Deprotonation Reactions“ am 11. Tag der Chemie in Dortmund einen der begehrten Vortragspreise erhalten.
Die wissenschaftlichen Arbeiten von Frau Knauer umfassen die Struktur und Reaktivität wichtiger Alkyllithium-Verbindungen mit neuartigen aktivierenden Liganden.
Sie konnte Deprotonierungsreaktionen erschließen, die bisher an der geringen Reaktivität der Alkyllithium-Reagenzien gescheitert sind.
Auszeichnungen im Rahmen der Absolventenfeier am 11. Tag der Chemie
Bei dem diesjährigen 11. Tag der Chemie am 9. Februar 2018 wurden die besten Absolventen des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Aus unserem Arbeitskreis erhielten Herr Andreas Hermann, Herr Yasin Kuzu sowie Herr Felix Otte für ihren Masterabschluss einen Fakultätspreis für den herausragenden Abschluss im Studiengang Master Chemie. Frau Ines Kaiser erhielt für ihre erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung als Chemielaborantin eine Ehrung von der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie.
Im Jahr 2017 konnten in unserem Arbeitskreis Herr Christopher Golz und Frau Ulrike Kroesen erfolgreich Ihre Promotion abschließen, ebenfalls haben Andreas Hermann, Yasin Kuzu und Felix Otte ihre Masterarbeiten und Johannes Kleinheider, Anna Krupp, Rebecca Scheel und Jonathan Wattenberg ihre Bachelorarbeiten erfolgreich absolvieren können.
Wir freuen uns, dass einige der Absolventen auch weiterhin in unserem Arbeitskreis tätig sind. Wir gratulieren allen und wünschen für ihre berufliche Zukunft viel Erfolg.
Evonik Promotionspreis für Ulrike Kroesen
Wir gratulieren Ulrike Kroesen zum Evonik Promotionspreis 2017.
Die Fakultät für „Chemie und Chemische Biologie (CCB)“ verlieh am 09. Februar 2018, in enger Zusammenarbeit mit dem Verein „Gesellschaft zur Förderung der chemischen und biologischen Wissenschaften e.V.“, drei Promotionspreise, die die Firma „Evonik Industries AG“ mit dem Ziel der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gesponsert hat.
Diese speziellen Auszeichnungen dienten der Würdigung hervorragender Doktorarbeiten, die im Jahr 2017 erfolgreich abgeschlossen wurden. Die Auswahl erfolgte durch eine Jury, die die wissenschaftlichen Promotionsleistungen und weitere Kriterien, wie zum Beispiel sehr gute Prüfungsnoten, kurze Studienzeiten, die Erstellung von Publikationen sowie den außergewöhnlichen Einsatz in Projekten und Initiativen des ehrenamtlichen Engagements überprüfte. Die diesjährigen Auszeichnungen waren verbunden mit einer Verleihungsurkunde und einem Preisgeld von jeweils 400 €.
Die besonderen Ehrungen der Evonik-Promotionspreise erhielt im Bereich „Chemie“ Ulrike Kroesen mit Ihrem Promotionsthema: Verständnis alkalimetallspezifischer Effekte zum Steuern ausgewählter metallorganischer Reaktionen.
Die wissenschaftliche Arbeit von Ulrike Kroesen umfasst ein Thema aus der metallorganischen Chemie mit einem Schwerpunkt auf Organolithium-Chemie. Ulrike Kroesen konnte zeigen, wie durch das Wechselspiel zwischen Metall und Lösungsmittel ausgewählte organische Reaktionen gesteuert werden können. Sie hat ihre Ergebnisse u.a. durch Vorträge auf internationalen Tagungen in Melbourne und Vancouver vorgestellt. Ihre hochrangigen Publikationen zu Lösungsmittel-gesteuerten metallorganischen Reaktionen in der Zeitschrift „Angewandten Chemie“ fanden bereits große Resonanz bei Fachkollegen.
Die festliche Preisverleihung erfolgte im Rahmen des „11. Tages der Chemie". Die Auszeichnung wurde von Herrn Dr. Felix Müller (Vice President European Research Policy Innovation Networks and Communication, Evonik Industries) und Herrn Prof. Dr. Guido Clever anlässlich der abendlichen Festveranstaltung übergeben.


















